Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
Bruno Schier (Wissenschaftlicher Nachlass)

Der 1902 in Hohenelbe (Vrchlabí) im Riesengebirge geborene Bruno Schier war einer der bekanntesten „sudetendeutschen“ Volkskundler. Sein Berufsweg führte ihn nach dem Studium in München und Prag über Reichenberg (Liberec), Prag, Leipzig, Bratislava, Halle und Marburg nach Münster, wo er 1984 starb.

Einen Namen machte er sich vor allem durch Untersuchungen zum Hausbau in Mittelosteuropa sowie durch seine umfassenderen „Kulturraumforschungen“. Mitte der 1980er-Jahre erhielt das IVDE einen Teil seines Nachlasses.

Der inventarisierte Teilnachlass enthält rund 4.000 Einzeldokumente. Er umfasst knapp 500 Manuskripte von Monographien, Aufsätzen, Rezensionen und Vorlesungen, etwa 1.000 Fotos, Dias und Postkarten (meist mit Aufnahmen zum Hausbau) sowie eine rund 1.000 Titel umfassende Sonderdrucksammlung. Außerdem beinhaltet er etwa 350 an Schier sowie mehr als 100 von Schier geschriebene Briefe und Postkarten. Des Weiteren finden sich fast 900 Dokumente verschiedener Art in dem Nachlass, insbesondere aus Schiers Berufsleben (Lebensläufe, Publikationslisten, Gutachten, Protokolle, Ergebnisbögen von volkskundlichen Umfragen etc.).

Publikationen
Martin Bemmann: Zu Bruno Schiers Wirken in der ersten Hälfte der 1940er Jahre; in: Volkskunde in Sachsen, 18 (2006), S. 9-33.

Nachlass wird betreut von: Elisabeth Fendl
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