Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg

 

Michael Prosser-Schell (Hg.)

Populare religiöse Kultur, Konflikte und Selbstvergewisserung in multiethnischen und multikonfessionellen Einwanderungsgebieten

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 17, Münster 2016, 216 Seiten, broschiert, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-3551-3

Populare religiöse Kultur, Konflikte und Selbstvergewisserung in multiethnischen und multikonfessionellen Einwanderungsgebieten.
Ausgewählte neuere Forschungen und Dokumentationen mit einem Schwerpunkt auf dem Mittleren Donauraum


Bereits seit Längerem beschäftigt sich ein Zweig der Untersuchungen und Dokumentationen im IVDE Freiburg mit dem Verhältnis von Religion und Migration. Dabei geht es zuvorderst um Praktiken, Handlungen, Verfahren, wie sie sich bei den betroffenen Menschen, bei den sogenannten ‚einfachen Leuten‘, empirisch beobachten lassen. Religiöse Systeme lieferten und liefern bedeutende, sogar zentrale Elemente jener Kommunikationsweise, mit der Menschen in Migrationssituationen versuchen, ihren Alltag aufrechtzuerhalten, Nöten zu begegnen, Kontroversen auszutragen, Selbstvergewisserung und Selbstbehauptung zu artikulieren. In diesem Band werden zumeist Konflikt- und Selbstvergewisserungsphänomene in Einwanderungsgebieten thematisiert, wo unterschiedliche Glaubensrichtungen, religiöse Herkunftserfahrungen, Konfessionen und Ethnien aufeinandertrafen und aufeinandertreffen. Als Forschungsbereich steht überwiegend der Mittlere Donauraum im Vordergrund. Die im Buch versammelten Texte resultieren einerseits aus einem über wissenschaftliche Kooperationsvereinbarungen beschlossenen Zusammenwirken, andererseits aus forschungsintensiven Arbeits- und Austauschbeziehungen, wie sie durch Gastvorträge, einschlägige Tagungsveranstaltungen oder Studienaufenthalte im IVDE sowie durch Exkursionen entstehen.

Mit Beiträgen von

Gábor Barna, Dániel Bárth, János Bednárik, Juliane Brandt, András Grósz, Ilona L. Juhász, Torsten W. Müller, Michael Prosser-Schell, Anikó Szilágyi-Kósa und Dominik Wunderlin.


 

Hans-Werner Retterath (Hg.)

Zugänge

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 16, Münster 2015, 242 Seiten, broschiert, mit einigen Abbildungen, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-3376-2

Zugänge. Volkskundliche Archiv-Forschung zu den Deutschen im und aus dem östlichen Europa


In volkskundlichen Forschungen zu den Deutschen in und aus dem östlichen Europa wurde bisher häufig auf die Methoden der Befragung und der teilnehmenden Beobachtung zurückgegriffen. Seit einigen Jahren zeichnet sich eine Veränderung im empirischen Zugang zu den Forschungsfeldern ab. Mit größer werdendem zeitlichen Abstand und dem Zurücktreten der Erlebnisgeneration geraten Archive als unverzichtbare Quellenbasis immer stärker ins Blickfeld. Vor diesem Hintergrund gewinnen die umfangreichen Archivbestände des IVDE umso größere Bedeutung und bieten einen Ausgangspunkt für diesen Sammelband.

In den Beiträgen in „Zugänge. Volkskundliche Archiv-Forschung zu den Deutschen im und aus dem östlichen Europa“ werden neben der Erörterung grundsätzlicher archivischer Themen, wie dem Ordnen der Zeit, verschiedene Aspekte der Produktion und Interpretation von Archivalien behandelt. Darüber hinaus werden einzelne Archive und Archivbestände sowie auf Archivalienbasis erhobene Forschungsergebnisse vorgestellt.

Mit Beiträgen von Siegfried Becker, Susanne Clauß, Sönke Friedreich, Kurt Hochstuhl, Wiebke Jarecki, Wolfgang Kessler, Michael Portmann, Michael Prosser-Schell, Hans-Werner Retterath, Ursula Schlude, Mirosław Sikora


 

Tilman Kasten (Hg.)

„Jánošík & Co“

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 15, Münster 2015, 192 Seiten, broschiert, mit einigen Abbildungen, 26,90 €, ISBN 978-3-8309-3273-4

„Jánošík & Co“. Die Slowakei in Selbst- und Fremdwahrnehmung.


Die wechselseitige Wahrnehmung europäischer Nachbarn kommt nicht ohne stereotype Vorstellungen des „Anderen“ aus. Doch nicht nur in Bildern des „Anderen“, sondern auch in Vorstellungen vom „Eigenen“ sind Stereotype virulent. Diese Selbst- und Fremdwahrnehmungen sind historisch, sozial oder regional variabel, können durch politische Interessen motiviert und durch mediale Repräsentationsformen determiniert sein.

Anhand der genannten Aspekte untersuchen die Beiträge in „Jánošík & Co“ die Konstitution, Tradierung und Infragestellung slowakischer Selbstbilder sowie tschechischer und deutscher Wahrnehmungen der Slowakei. In zeitlicher Hinsicht liegen die Schwerpunkte einerseits auf dem „langen“ 19. Jahrhundert, andererseits auf der Zeit nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ bzw. nach der Teilung der Tschechoslowakischen Republik in zwei Staaten.

Zudem geben zwei Beiträge Auskunft über Projekte, die anlässlich der Vergabe des Titels „Kulturhauptstadt Europas“ an die ostslowakische Stadt Košice/Kaschau/Kassa durchgeführt wurden.

Mit Beiträgen von

Tilman Kasten, Eva Krekovičová, Tanja Krombach, Katharina Richter-Kovarik, Vladimír Segeš, Dušan Šimko, Petra Steiger, Slávka Otčenášová, Lujza Urbancová, und Hans-Jakob Tebarth.


 

Michael Prosser-Schell (Hg.)

Symbolhaltige Naturlandschaften und Naturwahrzeichen in historischen Siedlungsregionen mit Deutschen im östlichen Europa

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 14, Münster 2014, 260 Seiten, broschiert, mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-2945-1

Symbolhaltige Naturlandschaften und Naturwahrzeichen in historischen Siedlungsregionen mit Deutschen im östlichen Europa Ausgewählte Aspekte


Bestimmte Naturlandschaften haben Wahrzeichencharakter. Sie können zu gleichsam sprichwörtlichen, unter den Betroffenen umstandslos wiedererkennbaren Denominationen werden, die in ihrem Assoziationshof einschneidende, über Generationen hinweg gültige Lebenserfahrungen versammeln: Aufbruch und Ankunft, Einwanderung und Auswanderung, Deportation und Vertreibung, Pilgerziel und Projektion transzendierender Hoffnung.

So symbolisiert, um wenige Beispiele zu nennen, etwa das Kaukasusgebirge mit dem biblischen Berg Ararat eine auch chiliastisch motivierte Auswanderung von Württemberger pietistischen Gemeinden nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan; die Steppe „Bărăgan“ benennt einen Vorstellungskomplex aus Deportation, Isolation und der Kargheit als Schrecknis der Natur, nicht nur für die betroffenen Banater Deutschen, sondern auch für die Aromunen in Rumänien; das Naherholungsgebiet „Junger Wald“ bei Sibiu/Hermannstadt markiert zunächst ein Symbol für stadtbürgerliche Emanzipation und ihr Selbstbewusstsein; bestimmte Wallfahrtswege und -orte stehen für ein Erlösungsversprechen gerade gegen die Gefahren der Naturwelt; bestimmte Aspekte der Mittleren Donau-Landschaft bieten und prägen ästhetische Bilder von erinnerten Arbeitsweisen und Lebensformen. Einige grundsätzliche Bemerkungen zur Idee von Naturschutz- und Wildniskonzepten der Moderne ergänzen den Band.

Mit Beiträgen von

Gábor Barna, Susanne Clauß, Krisztina Frauhammer, Leni Perenvević, Annemarie Röder, Ketevan Sebiskveradze, Irmgard Sedler, Harald Stahl und Iulia Wisoşenschi.


 

Michael Prosser-Schell (Hg.)

Szenische Gestaltungen christlicher Feste

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 13, Münster 2011, 200 Seiten, broschiert, 24,90 €, ISBN 978-3-8309-2499-9

Szenische Gestaltungen christlicher Feste Beiträge aus dem Karpatenbecken und aus Deutschland


Laikale Gestaltungsformen christlicher Feste – ein geradezu klassisches Thema der Volkskunde/Europäischen Ethnologie. Das vorliegende Buch präsentiert die Referate einer internationalen Tagung des Johannes-Künzig-Instituts, die der Begegnung und dem Austausch von Forschungsergebnissen einschlägig ausgewiesener Fachvertretererinnen und Fachvertreter aus Deutschland und Ungarn dienen sollte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung szenischer Elemente, schauspielartiger Aufführungen und ihrer Kulissen, die über obligatorische Handlungen der Liturgie hinausgehend zur Anwendung kommen und kamen. In weitgehend freier Bearbeitung selbstgewählter Themenstellungensind in diesem Band unterschiedliche Gegenstände, Zugänge und Ansätze zusammengestellt.

Neben dem Martinstag, dem sicherlich bekanntesten Verbindungspunkt zwischen Pannonien und Westeuropa, behandeln die Verfasserinnen und Verfasser ausgewählte Phänomene, die insbesondere im Zusammenhang des Fronleichnamsfestes, des Oster- und des Weihnachtsfestkreises stehen.

Mit Beiträgen von

Gábor Barna, Christoph Daxelmüller, Daniel Drascek, Tilman Kasten, József Liszka, László Lukács, Michael Prosser-Schell, Hans-Werner Retterath, Kincső Verebélyi, Cornelia Wolf.


 

Elisabeth Fendl (Hg.)

Zur Ästhetik des Verlusts

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 12, Münster 2010, 282 Seiten, broschiert, mit zahlreichen Abbildungen, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-2486-9

Zur Ästhetik des Verlusts Bilder von Heimat, Flucht und Vertreibung


Welche Bilder stehen für die alte Heimat? Welcher visueller Chiffren bedient man sich, wenn man Flucht und Vertreibung und den damit verbundenen Heimatverlust darstellen möchte? Welche Geschichte haben Motive, Gestaltungsformen und Stilmittel? Wie setzt sich der Bilderkanon des Themenbereiches Flucht-Vertreibung-Heimatverlust zusammen? Diesen und ähnlichen Fragen zum kollektiven Bildgedächtnis spürt der vorliegende Band nach.

Dabei geht es um visuelle und sprachliche Bilder ebenso wie um in Festzügen, Theaterstücken und Filmen umgesetzte Bildkomplexe. Es werden öffentliche Denkmäler in den Blick genommen und private Grabsteine, Inszenierungen in Ausstellungen und Konzepte von Heimatstuben und Museen der Vertriebenen.

Mit Beiträgen von

Karl Braun, Cornelia Eisler, Jutta Faehndrich, Elisabeth Fendl, Henrike Hampe, Heinke M. Kalinke, Konrad Köstlin, Annelie Kürsten, Stephan Scholz, Tim Völkering, Tobias Weger.


 

Hans-Werner Retterath (Hg.)

Kommunale Partnerschaften zwischen West und Ost

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 11. Freiburg 2009. 285 S. € 17,50 ISBN: 978-3-931905-49-1

Kommunale Partnerschaften zwischen West und Ost.


Referate der Tagung des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde vom 7.-9. November 2007.


 

Michael Prosser-Schell (Hg.)

Vom „dies sancti urbani“ zum „Orbán-napi borünnep“ in Hajós.

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 10. Freiburg 2009. 326 S. € 19,00 ISBN: 978-3-931905-48-9.

Vom „dies sancti urbani“ zum „Orbán-napi borünnep“ in Hajós. Geschichte und Transformationen des Urbanfestes aus volkskundlicher Perspektive.



 

Csilla Schell / Michael Prosser (Hg.)

Fest, Brauch, Identität – Ünnep, szokás, identitás

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 9. Freiburg 2008. 288 S. € 17,50 ISBN 3-931905-47-0

Fest, Brauch, Identität – Ünnep, szokás, identitás. Ungarisch-deutsche Kontaktfelder.


Beiträge zur Tagung des Johannes-Künzig-Instituts, 8.-10. Juni 2005.


 

Hans-Werner Retterath (Hrsg.)

Russlanddeutsche Kultur: eine Fiktion?

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 7. Freiburg 2006. 196 S. € 15,00 ISBN 3-931905-45-4

Russlanddeutsche Kultur: eine Fiktion?


Referate der Tagung des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde vom 22./23. September 2003.


 

Elisabeth Fendl (Hg)

Das Gedächtnis der Orte

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 8. Freiburg 2006. 390 S. € 19,00 ISBN 3-931905-46-2

Das Gedächtnis der Orte. Sinnstiftung und Erinnerung.


Referate der Tagung des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde in Zusammenarbeit mit dem Adalbert Stifter-Verein München und der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, 21.-23. April 2004.


 

Hans-Werner Retterath (Hg.)

Endlich daheim? Postsowjetische Migration und kulturelle Integration Rußlanddeutscher in Südbaden.

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 4. Freiburg 2002, 358 S. € 12,50 ISBN 3-931905-42-X

Endlich daheim? Postsowjetische Migration und kulturelle Integration Rußlanddeutscher in Südbaden.


Teil 1: Anlage des Forschungsprojekts und Rahmenbedingungen in den Herkunftsländern.


 

Elisabeth Fendl (Hg.)

Zur Ikonographie des Heimwehs

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 6. Freiburg 2002 244 S. € 12,50 ISBN 3-931905-44-6

Zur Ikonographie des Heimwehs. Erinnerungskultur bei Heimatvertriebenen.


Referate der Tagung des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde, 4.-6.7.2001. Freiburg 2002


 

Hans-Werner Retterath (Hg.)

Ortsbezüge

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 5. Freiburg 2001. 248 S. € 12,50 ISBN 3-931905-43-8

Ortsbezüge. Deutsche in und aus dem Donauraum. Referate der Tagung des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde vom 25.-27. Oktober 2000.



 

Heinke M. Kalinke (Hg.)

Brief, Erzählung, Tagebuch

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 3. Freiburg 2000, 225 S. € 12,50 ISBN 3-931905-41-1

Brief, Erzählung, Tagebuch. Autobiographische Dokumente zur Kultur und Geschichte der Deutschen in und aus dem östlichen Europa.



 

Felicitas Drobek (Hg.)

Polen in Deutschland - Deutsche in Polen.

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 1. Freiburg 1999, 215 S. € 12,50 ISBN 3-931905-40-3

Polen in Deutschland - Deutsche in Polen.


Referate der Tagung des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde vom 12./13. Juni 1997.


 

Hans-Werner Retterath (Hg.)

Wanderer und Wanderinnen zwischen zwei Welten?

Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 2. Freiburg 1998, 220 S. € 12,50 ISBN 3-931905-39-X

Wanderer und Wanderinnen zwischen zwei Welten? Zur kulturellen Integration rußlanddeutscher Aussiedlerinnen und Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland.



Als PDF speichern