Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
Der Sudetendeutsche Tag
Blick in eine der „Heimathallen“ am Sudetendeutschen Tag 2008.

Der seit 1950 jährlich abgehaltene Sudetendeutschen Tag stellt einen Ort bzw. einen Anlass öffentlich zelebrierter Rückschau und gemeinsamen Gedenkens dar und ist geprägt von der starken Verknüpfung von Politik und Emotionen. Er kann als komplexes kulturelles und politisches Ritual betrachtet werden.

Von den Veranstaltern häufig einseitig als „größtes Familienfest der sudetendeutschen Volksgruppe“ beschrieben und von den Medien ebenso einseitig lange Zeit fast durchgängig als Zusammenkunft der Ewiggestrigen charakterisiert, fand der Sudetendeutsche Tag in der volkskundlichen und soziologischen Literatur schon früh Beachtung, eine systematische Untersuchung steht bislang jedoch aus.

Innerhalb des Projektes sollen die Entwicklung, die Funktion und die Ästhetik von Großtreffen der Heimatvertriebenen untersucht werden. Angesichts geringer werdender Besucherzahlen und unter anderem daraus resultierender Schwierigkeiten der Finanzierung stellt sich auch die Frage nach der Zukunft dieses Veranstaltungsformates.

Dokumentationen

Fotos der Sudetendeutschen Tage der 1960er- bis 1990er-Jahre von Viktor Heller (IVDE-Bildarchiv)

Referate und Essays zu den Sudetendeutschen Tagen 2003 und 2004 – aus Seminaren am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Freiburg. (Dr. Elisabeth Fendl)

Die Rezeption der Sudetendeutschen Tage in der ČSSR, ČSFR, ČR von 1950–2012. Quellen in Übersetzung (Dr. Markéta Barth)

Texte

Markéta Barth: Die Rezeption der Sudetendeutschen Tage in der ČSSR, ČSFR, ČR von 1950–2012. Freiburg 2013.

Projekt von: Elisabeth Fendl
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