Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
Handbuch Heimatpresse

Die Zeitungen, Zeitschriften, Kalender, Jahrbücher usw. der Vertriebenen stellen ein so umfangreiches wie vielfältiges Teilsegment der deutschsprachigen Presselandschaft dar und sind zugleich nur wenig erforscht. Das online verfügbare "Handbuch Heimatpresse" erfasst umfangreiche Informationen zu den Periodika der Vertriebenen und eröffnet der Wissenschaft so einen quellenkritischen Zugang für zukünftige Forschungen.

Während zentrale Bestandteile des kulturellen Erbes der Vertriebenen gut dokumentiert sind, war die Presse der Vertriebenen nur selten Gegenstand kulturwissenschaftlicher Grundlagenforschung. Das „Handbuch Heimatpresse“ füllt diese Lücke aus und soll zu weiteren Forschungen im Bereich der Vertriebenenpresse anregen. Verzeichnet werden neben einzelnen Titeln auch Datensätze zu Personen, sodass das Handbuch auch Einblicke in Netzwerke im Bereich der Vertriebenenorganisationen eröffnet.

In einer ersten Projektphase konzentrieren sich die Arbeiten auf die Heimatzeitschriften der Vertrieben – auf Periodika, die häufig als „Heimatbriefe“ oder „Heimatblätter“ bezeichnet und von den unteren Gliederungen der Landsmannschaften (oder diesen nahestehenden Vereinen) herausgegeben werden. Die Auswertung der Titel erfolgt zu großen Teilen auf Grundlage der Bibliotheksbestände des IVDE, das über eine der umfangreichsten Sammlungen in diesem Bereich verfügt.

Dr. Tilman Kasten konzipierte und realisierte das Online-Nachschlagewerk in Zusammenarbeit mit Dipl.-Informatiker (FH) Gordian Gossen während eines einjährigen Pilotprojektes, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wurde. In der Folgezeit zeichnet das IVDE für die weitere Befüllung des Handbuches verantwortlich.

Materialien

http://ivdebw.de/bibliothek_und_archive/handbuch_heimatpresse Kasten, Tilman (2017): Heimatzeitschriften im Kontext der „Vertriebenenpresse“.

Anfragen bitte an: Elisabeth Fendl Die Datenbank wird betreut von: Nadja Harm
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