Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
Museum und Erinnerung

Museen von Heimatvertriebenen lassen sich nicht nur als Museen einer Region beschreiben, sondern sind immer auch Museen der Erinnerung an diese Region. Heimat und Erinnerung stellen häufig die Leitkategorien dieser Sammlungen dar. Viele der ausgestellten Objekte besitzen unabhängig von ihrem jeweiligen materiellen Wert einen hohen ideellen Wert.

In dem Projekt, das das Museum als narratives Medium (Thomas Thiemeyer) vorstellt, das anhand von Objekten eine Geschichte erzählt, wird deutlich gemacht, dass der Weg der Heimatandenken ins Museum zu einem doppelten Prozess der Schaffung von Interpretationen führt. Von den Vorbesitzern mit Bedeutung aufgeladene Objekte ändern diese Bedeutung, sobald sie einen Platz in der Vitrine finden. Diese doppelte Aufladung des Ausgestellten wird ebenso untersucht werden wie der Weg der Objekte vom Relikt zur säkularen Reliquie.

Vorträge (in Auswahl)

Das Gepäck der Heimatvertriebenen. Erinnerungskultur und Museum. Ackermanngemeinde der Diözese Mainz, Darmstadt 29.10.2016.

Erinnern im Museum. Tagung „Verlorener Osten?“. Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945. Academia Baltica, Sankelmark, 16.-18.9.2016.

Ein Museum entsteht: Aufgabe–Konzepte–Möglichkeiten. Das Sudetendeutsche Museum in München. In: Bendel, Rainer und Pech, Robert (Hg.): Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur im europäischen Kontext (Vertriebene–Integration–Verständigung, 5). Münster 2017, S 183–193.

Aufsätze

Mehr als Museen. Die (musealen) Sammlungen der deutschen Heimatvertriebenen. In: Volkskunde in Sachsen, 26 (2014), S. 185-202.

Projekt von: Elisabeth Fendl
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