Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
Csilla Schell M.A.

Forschungsregionen - Ungarn, Mittel-Osteuropa

 Csilla Schell

Csilla Schell wurde in Budapest (in einer ungarndeutschen Familie) geboren. Nach ihrem Studium in Ungarn (PH Szeged und ELTE-Universität Budapest) erwarb sie an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität in den Fächern Volkskunde, Germanistik und Musikwissenschaft ihren Magistergrad mit einer Arbeit über Festforschung. Sie war Projektmitarbeiterin im Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg, bevor sie 2003 im IVDE im Bereich Archiv und Dokumentation mit dem geographischen Schwerpunkt ihres Heimatlandes Anstellung fand. Ihre Hauptarbeitsbereiche sind zurzeit schriftliche und mündliche Selbstzeugnisse von ungarndeutschen Vertriebenen in Baden-Württemberg (Briefe, erzählte Lebensgeschichten) sowie Erforschung und Dokumentation von Festen, Bräuchen und Ritualen mit Schwerpunkt auf den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten hauptsächlich in Ungarn; dabei schließen beide Tätigkeitsgebiete intensive Feldarbeit und Feldkontakte zum Land und zu den Menschen in Ungarn und in Baden-Württemberg mit ein.

Laufende Projekte

Selbstzeugnisse als Spiegel der Integration der Vertriebenen aus Ungarn, Schwerpunkt: Privatbriefe 

Die Revitalisierung der deutschen (Lokal-)Kultur in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten Ungarns – Neue Feste, Bräuche und Rituale 

Abgeschlossene Projekte

Sankt Stephan und das Stephansfest – Mythen und Fakten zur Geschichte eines Festes und seiner identitätsstiftenden Figur

Sprachinseldeutsche, Sprachinselungarn; Schwaben und Szekler – zu den interethnischen Bezügen der Neubesiedlung nach der Vertreibung der deutschen Siedlungsgebiete

Deportation und Verschleppung der Ungarndeutschen in die Sowjetunion (anlässlich des 70. Jahrestages im Jahre 2014)

Hervorgehobene Veröffentlichungen

„Ja das ist sehr ri[c]htig. Itt se kellünk[,] ott se kellünk [Hier braucht man uns nicht, da braucht man uns nicht]“ – Sprachwechsel /Kode-Umschaltung in Briefen einer heimatvertriebenen Frau aus Ungarn in den Jahren 1947–1953. In: Hannes Philipp/Andrea Ströbel: Deutsch in Mittel-, Ost und Südosteuropa. Geschichtliche Grundlagen und aktuelle Einbettung (FzDiMoS, 5). Regensburg 2017, S. 162-188.

Eugen Bonomis Briefwechsel mit Heimatvertriebenen. Zur geographischen Zuordnung der Briefe und zur Bedeutung der Korrespondenz. In: Anikó Szilágyi-Kósa u. a. (Hg.): Wandel durch Migration. Veszprém 2016, S. 75-86.

"Pro memoria“ – Denkmäler als Erinnerung an die Vertreibung in Ungarn seit der Wende. In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie, 8 (2013) „Ungarn“, S. 213-230.

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