Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
Ikonografie von Flucht und Vertreibung
Ersttagsbrief mit Sondermarken zum Weltflüchtlingsjahr 1960.

Welche Bilder stehen für die alte Heimat? Welche Geschichte haben die verwendeten Motive, Gestaltungsformen und Stilmittel? Welcher Bildmarken bedient man sich, wenn man Flucht und Vertreibung und den damit verbundenen Heimatverlust darstellen möchte? Was gehört schließlich zum Bilderkanon des Themenbereiches Flucht-Vertreibung-Heimatverlust? Diesen und ähnlichen Fragen zum kollektiven Bildgedächtnis geht das Projekt nach.

Visuelle und sprachliche Bilder werden ebenso untersucht wie in Festzügen, Theaterstücken und Filmen umgesetzte Bildkomplexe und die Bildsprache von öffentlichen Gebäuden in Heimatvertriebenengemeinden. Es werden öffentliche Denkmäler in den Blick genommen und private Grabsteine, Inszenierungen in Ausstellungen, Konzepte von Heimatstuben und Museen und die Ausgestaltung öffentlicher Gebäude.

Dokumentation

  • Fotodokumentation in den bayerischen Vertriebenengemeinden Neutraubling, Geretsried, Waldkraiburg
  • Fotodokumentation von Darstellungen der "alten Heimat" in öffentlichen Gebäuden

Vorträge

Heimat als Dekor. Zur Ikonografie öffentlicher Gebäude in Vertriebenengemeinden. 34. Deutscher Kunsthistorikertag Dresden 2017.

Der Stadtgeschichte auf der Spur. Vortrag und Stadtrundgang (18.7.2016) für Schüler des Gymnasiums Neutraubling im Rahmen des Projektes „Neutraubling. Identitätsgeschichte einer Zuwanderungsstadt“. (Projektträger Bayerische Sparkassenstiftung, Stiftung Zuhören). https://grenzgeschichten.wordpress.com/deutsch-tschechische-projekte/neutraubling-identitaetsgeschichte-einer-zuwanderungsstadt

Heimat rekonstruieren, verwalten, verzetteln. Zur Materialisierung von „Verlorenem“. Workshop „Verordnete Nachbarschaften. Transformationsprozesse im Grenzraum Deutschland – Polen – Tschechien seit dem Zweiten Weltkrieg“. Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., Dresden und Hauptstaatsarchiv Dresden, Dresden 20.11.-22.11.2014.

Aufsätze

Elisabeth Fendl: „Auch die Seele braucht eine Heimat.“ Zur identitäts-stiftenden Bedeutung von Kirchengebäuden in Heimatvertriebenen-Gemeinden. In: Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde 2003, S. 53-80. „Zugnummer 30: Flucht und Vertreibung“. Festzüge als Form des Reenactment. In: Andrew Demshuk und Tobias Weger (Hg.): Cultural Landscapes. Transatlantische Perspektiven auf Wirkungen und Auswirkungen deutscher Kultur im östlichen Europa (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bd. 52). München 2015, S. 229–245.

Artikel: Briefmarken. In: Stephan Scholz, Maren Röger, Bill Niven (Hg.): Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Ein Handbuch der Medien und Praktiken. Paderborn 2015, S. 52-64.

Artikel: Festzüge/Reenactment. In: Stephan Scholz, Maren Röger, Bill Niven (Hg.): Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Ein Handbuch der Medien und Praktiken. Paderborn 2015, 116-125. Heimat rekonstruieren, verwalten, verzetteln. Zur Materialisierung von Verlorenem. In: Uta Bretschneider, Sönke Friedreich, Ira Spieker (Hg.): Verordnete Nachbarschaften. Transformationsprozesse im Grenzraum Deutschland - Polen - Tschechien seit dem Zweiten Weltkrieg. Dresden 2016, S. 83–98.

Publikationen

Zur Ästhetik des Verlusts. Bilder von Heimat, Flucht und Vertreibung (Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde, Band 12). Münster u.a. 2010.

Zur Ikonographie des Heimwehs. Erinnerungskultur von Heimatvertriebenen (Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts, Bd. 6), Freiburg 2002.

Projekt von: Elisabeth Fendl
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